Fejø – der romantische Nachbar

Ein Tiefdruckgebiet über Dänemark bringt uns kühle Meeresluft, stark böigen Wind und es ziehen immer wieder Schauer übers Land. Doch auch viele sonnige Momente zum Aufwärmen sind dabei … die saugen wir natürlich mit aller Macht in uns auf.

Das ist auch der Grund, warum wir uns zurzeit im Lystbådehavne Kragenæs versteckt haben.

Von hier aus können wir Sternfahrten mit den Bikes oder wie heute mit der Fähre auf die Nachbarinsel, die ‚ObstinselFejø unternehmen.

15 Minuten dauert die Fährüberfahrt nach Fejø

Wir radeln zum Yachthafen „Dybvig“ im Osten der Insel.

Empfang der einlaufenden Boote
durch den coolen Hafenmeister aus St. Pauli,
mit dem ich mich mühsam in englisch unterhalten habe …
bis ich später bemerkte, dass er ja deutsch spricht🤣.
hier heißt‘s „päckeln“ …
bis das ganze Hafenbecken gefüllt ist …
Gastlieger liegen längsseits nebeneinander …
das Ablegen am nächsten Morgen wird lustig!
immer mehr Boote laufen ein
Foto aus unserem Hafenguide mit Tipps zum Anlegen im relativ flachen Becken

Vielleicht laufen wir diesen urigen Hafen dieses Jahr auch noch auf eigenem Kiel an, um die Hafenatmosphäre einmal zu erleben … mal schauen. Zumindest für eine Nacht.

… Witzig …

Im “Café Dybvig“ vis à vis zum Hafenbecken erleben wir ein kurioses Treiben: dutzende Fahrzeuge aller Art mit Anhängern biegen vor unserer Nase in einen schmalen Weg ein, voll beladen mit Grünschnitt.

heute war wohl Grünschnitt-Tag auf Fejø 🤔, die ganzen Inselbewohner kommen angerollt

mit dem Aufsitzrasenmäher …
mit dem Traktor …
mit der Sackkarre …
mit dem Oldtimer …
mit dem Quad …

Fejø ist eine richtig romantische kleine Insel mit einer Vielzahl hübscher Häuschen.

so süße Häuser oft mit Reetdach, liebevoll restauriert, mit bunten Vorgärten in gepflegter Stockrosenidylle

Die Bewohner scheinen ihr Leben an diesem privilegierten Ort in einer ganz eigenen Inselgemeinschaft zu genießen.

Das Wort “HYGGE“ wird hier auf jeden Fall groß geschrieben.

Auffällig ist, dass fast jeder – ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder aus dem Auto heraus -, den man in den kleinen Gassen und Landwegen trifft, freundlich grüßt und zuwinkt und einen so herzlich willkommen heißt.

alles Mögliche gibt es an den kleinen Marktständen am Wegesrand zu kaufen
… Gemüse und Obst, Marmelade, Apfelsaft, Wein, Seife, Mohairwolle, Honig, Bücher …

Bezahlt wird per “Mobile Pay“ (nur für dänische Bürger möglich) oder in „bar“ ins bereitgestellte Sparkässchen oder Marmeladengläschen – auf Vertrauensbasis.

Fejø als „Apfel-Insel“ bekannt

jetzt geht‘s wieder zurück nach Kragenæs in unsere ‚private Dalbenbox‘ –
ohne direkte Bootsnachbarn am Steg
Kragenæs Marina Lystcamp