Oh je … wo fange ich am besten an.
Bei unserer Ankunft im Hafen, vor einer Woche, hat sich uns das Schicksal des am Heck befestigten erst 26 Jahre alten Schlauchbootes offenbart: es hat nicht nur die Fassung, sondern auch komplett die Luft verloren, der Schlauch war undicht und in sich zusammengesackt, der Heckspiegel für die Außenborder-Aufhängung war gebrochen.
Macht es Sinn, das 1/4 Jahrhundert alte Dinghi reparieren zu lassen ???
Wir entscheiden uns, ein neues Schlauchboot per Express bei SVB in Bremen zu organisieren.
Nächstes Problem: wer würde uns kurzfristig die Snap Davits-Schlauchboothalterung fachgerecht an das Boot kleben? Auch im Norden herrscht großer Fachkräftemangel im Handwerk.
Außerdem benötigen wir einen Spezialkleber, der beide Komponenten sicher verbindet … eine Wissenschaft für sich! Das überlassen wir besser einem Fachmann.
Dank der unnachgiebigen Überredenskunst des Captains finden wir einen Rib-Spezialisten (“Old Ribberhand”) in Bad Segeberg (bekannt durch die alljährlichen Karl-May-Festspiele).
Der Captain erstellt eine detaillierte Zeichnung für die Positionierung der Halterungen, zahlreiche Telefonate folgen. Es ist mal wieder viel komplizierter als angenommen, die Scheuerleiste muss stellenweise abgefräst werden … und … und … und.

Als ob der Captain es geahnt hat, Fehler passieren, der Rib-Spezialist hat die falsche Seite des Bootes bearbeitet. Egal, Schwamm drüber, Aufkleber drauf, Hauptsache wir können unser neues Zweitboot abholen und einsetzen.

Unser Ausflug nach Bad Segeberg führt uns durch Zufall in ein nettes, kleines, gemütliches Hofcafé (ein Geheimtipp!).
Jetzt muss der Kleber noch übers Wochenende trocknen, dann kommt der Test, ob auch wirklich alles funzt.



