PRORA ET LABORA

Von See aus konnten wir den 4,5 km langen Gebäudekoloss an der Prorer Wiek kaum erkennen, deshalb ging’s nochmal mit dem Radl hin. Ganz schön hart erarbeiten müssen wir uns allerdings den Weg zur Prora. Über unglaublich schlechte ‚Fahrradwege‘ (defekte Pflastersteinwege) und alte Kopfsteinpflasterstraßen 😬 holperten wir vom Yachthafen Glowe in Richtung Binz, noch dazu durch eine Hügellandschaft auf und ab und ab und auf.
Im Koloss von Prora sollten ursprünglich in den dreißiger Jahren mehr als 20.000 Urlauber zur selben Zeit in der propagandistisch geprägten Organisation Kraft durch Freude (KdF) die Wohltaten der nationalsozialistischen Ideen erleben dürfen – inkl. Lautsprecher in jedem Zimmer und garantiertem Meerblick.

Panorama von der Landseite:  
einer von ursprünglich acht Gebäudekomplexen
kurz vor dem Verfall
hier kommt jede Hilfe zu spät
am Prora-Strand

Neues PRORA: verspricht Penthouse-Living am Meer, einige Appartment-Komplexe werden bereits als Steuersparmodelle angeboten – wir setzen lieber auf unsere Mobilie auf dem Wasser.

der Strand an der Prorer Wiek  
ist jedenfalls super

Auf unserer Fahrradstrecke liegt auch das älteste Schloss Rügens: Schloss Spycker, total idyllisch am ‚Spycker See‘ und nicht weit vom ‚Jasmunder Bodden‘ im Westen. Dort sind wir ja auch schon auf dem Wasserweg vorbeigekommen, als wir die Störtebeker Festspiele in Ralswiek besuchten. Erst jetzt begreifen wir so richtig die geografischen Dimensionen Rügens!

Schloss Spycker
idyllischer Fahrradweg vorbei am Spycker See mit Blick auf den Jasmunder Bodden und Ralswiek im Hintergrund
vom Aussichtsturm der  
Hafenmeisterei Glowe.