HAPPY END IM HAFENBECKEN

Wir liegen noch immer in der Ancora Marina und arbeiten stoisch unsere To-do-Liste ab – ganz nach dem Motto: erst die Pflicht, dann die große Freiheit.

Alle Einkäufe sind verstaut, jede Lücke clever genutzt, jede Dose sicher verkeilt … der Proviant für die kommenden Wochen ist gesichert.

Kurz gesagt: Wir sind startklar. Morgen kann’s endlich losgehen.


Gestern Abend durften wir es uns – nach getaner Arbeit – richtig gut gehen lassen: ein herrlich entspannter Abend zu viert bei meiner Schulfreundin Christa und ihrem Michel in ihrem neuen Zuhause. Leckere vegetarische Bowl, gute Gespräche, viel Gelächter – genau so, wie man sich das wünscht unter guten Freunden.

So schön der Abend auch war … er hatte ein kleines, sagen wir mal, nasses Finale: Beim Betreten unseres Bootes – über den Bug – machte es plötzlich „plub“. Die Gleitsichtbrille meines Captains verabschiedete sich (mal wieder 😳!!!) elegant ins Hafenbecken.

Heute Morgen dann – noch vor dem ersten Kaffee – hieß es: Einsatzbesprechung am Steg … Bergung einer versenkten Gleitsichtbrille, gesichtet in etwa 3,5 m Tiefe im glasklaren Ostseewasser.

Tatsächlich war vom Steg aus der seitliche Bügel noch zu erkennen – wie ein kleiner Wink aus der Tiefe.

Mittlerweile bestens trainiert in der Disziplin „Fischen statt Angeln“, wurde die Bergung vorbereitet: zwei Enterhaken, eine Reuse und eine großzügige Portion Elefantenband – fachmännisch zu einem Hightech-Bergegerät der Marke Eigenbau kombiniert.

Und was soll man sagen: Treffer! Nach kurzer Bergungsphase hielt mein Captain das gute Stück tatsächlich wieder in den Händen – unversehrt, einsatzbereit.