… und jetzt auch wir.
Heute Morgen aufgewacht, beim ersten Blick nach draußen fällt uns auf: Irgendjemand muss nachts heimlich den Stöpsel im Skagerrak gezogen haben! Der Wasserstand war über Nacht locker einen Meter gefallen ist und unsere Allure hängt plötzlich deutlich tiefer unterhalb des Stegs. Der Ausstieg von Bord wird unerwartet zur Kletterpartie. Nicht die Tide ist der Auslöser, sondern der Ostwind, der das Wasser der Ostsee in die Nordsee gedrückt hat!

Und wer taucht natürlich pünktlich zum Ablegen wieder auf? Unser sibirischer Tiger. 🐅
Ob zur Verabschiedung oder in der Hoffnung, als blinder Passagier endlich mal eine andere Insel zu Gesicht zu bekommen?

Für die heutige Etappe hat mein Navigator nicht den Labyrinthkurs durch die Schären geplant … denn Wind und Welle sind gnädig zu uns und erlauben es, außen im freien Skagerrak Richtung Smögen zu cruisen.
Vorher allerdings noch: Ausgang finden aus dem schwedischen Schärenlabyrinth. Ohne GPS – fast unmöglich. Diese kahlen Granitfelsen sehen wirklich alle gleich aus. Eine echte Herausforderung, das zweidimensionale Kartenbild irgendwie sinnvoll in die dreidimensionale Realität zu übersetzen. Gefühlt verstecken sich Fahrwassertonnen, Kardinalszeichen, Durchfahrten und Inseln absichtlich hintereinander. Dazu noch jede Menge weiße, schwarze und rote Fischerfähnchen …
Uffbasse !










… irgendwas steht hier immer im Wasser herum.



Um 8:30 Uhr Leinen los, um 10:30 Uhr bereits fest in Smögen. Direkt unterhalb eines gigantischen Granitfelsens bekommen wir einen Liegeplatz mit bestem Unterhaltungsprogramm.



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Der Holzsteg an unserer Steuerbordseite entpuppt sich im Laufe des Tages nicht einfach als Steg, sondern als regelrechter Laufsteg. Samstag in Smögen bedeutet offenbar: sehen und gesehen werden. Menschen flanieren direkt an unserem Boot vorbei durch den ganzen Ort entlang der berühmten Hafenpromenade und abends wird überall gefeiert – Party, Hochzeit, Schulabschlussfeier …

Kleiner Stadtbummel am Nachmittag








und zieht sich durch den ganzen Ort
an unserem Liegeplatz vorbei bis ins Zentrum


