Das mit dem Schönwetter hat schon mal geklappt, jetzt wird wieder gecruist.
Als einziges Boot im ganzen Hafen mit deutschem ‚Adenauer‘ am Heck verlassen wir Strömstad um kurz nach 7:30 Uhr.
Alle anderen schlummern noch in ihren Kojen.

Und wieder steht ein spannender Törn bevor, durch zahlreiche Engstellen und vorbei an zig winzigen Felsen, die verstreut im Wasser liegen.
Auch heißt’s mal wieder nachtanken … günstigen Sprit soll‘s in Herføl geben … tatsächlich:
18,20 Norwegische Kronen (NOK) / Liter …
1,68 € / Liter




durch die norwegische Schärenlandschaft








an der Mündung der Glomma in den Oslofjord
In Fredrikstad angekommen geht‘s über die Østerelva in den Stadtkanal.






Eine futuristische Bogenbrücke über die Glomma … Norwegens breitestem und zugleich längstem Fluss.

auf der Insel Isegran

Die Najaden ist ein 1897 gebautes schwedisches 3-Mast-Vollschiff, das heute als Museumsschiff im norwegischen Fredrikstad liegt. Es diente die ersten 41 Jahre seiner Karriere als Segelschulschiff der schwedischen Marine.

… wenn sich aus dem Müll der Meere eine Kathedrale der Hoffnung erhebt …
Das 300 Quadratmeter große Dach der Kathedrale besteht aus Plastikschindeln, die aus maritimem Plastikmüll hergestellt wurden.


… unser ‚vermeintlicher‘ Zielhafen:

Wir machen fest … übliche Routine: Bikes aufs Vorschiff, Frühstück richten, Platz buchen usw. …
Als der Bootsnachbar zurückkommt erfahren wir, dass es hier eigentlich nur Schwimmstege zum Festmachen gibt – ohne Infrastruktur und ohne funktionierende Stromsäulen.

Stromsäulen ohne Strom, kein Wasser, keine Toiletten / Duschen
Dank Unterstützung unseres norwegischen Nachbarbootes klappt das Stornieren des Hafenplatzes zum Glück ohne Probleme und wir starten einen neuen Versuch nur einen Katzensprung davon entfernt.
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„Borg Havn“

Ein ganz neuer Hafen, der in unserem ‚Hafenguide‘ noch gar nicht aufgeführt ist. Jetzt können wir uns getrost niederlassen … alles da, was wir brauchen.
Nach dem ganzen Hafentheater wollten wir gerade entspannt frühstücken und den neuen Liegeplatz genießen.
Und dann ploppt plötzlich der „Rheinpfalz“-Ticker im Handy auf:
Flugzeugabsturz in unserem Heimatort.

Mit einem Schlag ist die ganze Urlaubsleichtigkeit verschwunden. Eben noch hatten wir über fehlende Duschen und Toiletten geschimpft und die idyllische Schärenkreuzfahrt Revue passieren lassen – und plötzlich sitzt man still auf der Plicht und starrt aufs Display. Tausende Gedanken gleichzeitig im Kopf. Wer? Wo genau? Was ist passiert?
Zum Glück scheint an unserem Haus (nur wenige hundert Meter von der Absturzstelle entfernt) nichts beschädigt zu sein.
Schon verrückt, wie schnell einen die Heimat einholen kann, obwohl man mehr als tausend Kilometer entfernt zwischen Felsen und Fjorden unterwegs ist.