IM KÖNIGREICH DER FELSEN

Im Gegensatz zur momentanen Hitzewelle in unserer Heimat klettert das Thermometer heute hier im Norden nicht über 16 Grad.

Dazu weht ein ordentlicher, kühler Wind.

Also: perfektes Wanderwetter!

Unser Ziel heute ist das Naturreservat Stångehuvud – ein Paradies für Naturliebhaber.

Kaum vorstellbar, dass diese Landschaft beinahe verschwunden wäre. Früher wurde hier Granit abgebaut, und die Felsen sollten nach und nach dem Steinbruchbetrieb weichen. Doch eine engagierte Frau namens Calla Curman erkannte den Wert dieses einzigartigen Küstenabschnitts, kaufte und rettete die markanten Granitfelsen der Region Stångehuvud in Lysekil vor der Zerstörung durch Steinbrüche.

Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass wir heute durch dieses beeindruckende Naturreservat wandern können!

Manchmal braucht es eben nur einen Menschen mit Weitblick, damit auch kommende Generationen noch staunend auf die roten Felsen, das blaue Meer und den kleinen weißen Leuchtturm blicken können ❣️.

Die Wanderung führt uns zu einem der bekanntesten Wahrzeichen von Lysekil: einem kleinen weißen Holzhaus, das auf den rötlichen, grobkörnigen Granitfelsen über dem Meer thront.

Am westlichsten Zipfel des Naturreservats steht auf einem kleinen Felsengipfel der ehemalige Leuchtturm „Stångehuvuds fyr“.

Originalgetreue Nachbildung der ursprünglich in den 1890er Jahren mit Petroleum betriebenen Leuchtturmlaterne.


Von 1890 bis 1940 wies die Laterne den Schiffen den Weg durch die Schären. Danach wurde die Aufgabe von einem moderneren Leuchtturm auf der vorgelagerten Insel Humlesäcken übernommen.

Doch nicht nur der Leuchtturm macht diesen Ort so besonders. Es ist schlichtweg unglaublich schön hier. Gewaltige Granitfelsen fallen zum stahlblauen, rauschenden Meer ab. Dazwischen leuchten bunte Blumen, während draußen Boote ihren Weg durch die Schären suchen. An jeder Ecke bietet sich ein neues Postkartenmotiv.