KOSTERINSELN AUSGEKOSTET

… und trotzdem lösen wir auch hier nur schweren Herzens die Leinen.

Solche Naturparadiese sind genau nach unserem Geschmack: glasklares Wasser, schroffe Felsen, kleine Buchten und diese herrliche Ruhe, die man nur in den Schären findet.

Unsere Kreuzfahrt geht weiter.

Ablegen heute erst um 10:30 Uhr. Der Grund: Wir waren im Hafenbecken perfekt eingeparkt. Erst mussten zwei große Motorboote am Kopfsteg ablegen, bevor wir rückwärts den Weg ins tiefe Wasser antreten konnten.

Mit Kurs Südost verlassen wir die Inselwelt der Kosterinseln und steuern unseren nächsten Hafen an:

Grebbestad

Leider haben wir auch heute wieder Welle von vorne … immerhin zeigt sich das Meer jedoch deutlich gnädiger als in den vergangenen Tagen. Das Skagerrak hat sich langsam beruhigt, die Wellen sind moderater geworden und unsere alte Dame zieht unbeirrt ihre Bahn.

Nach dem Anlegen steht zunächst das Pflichtprogramm auf dem Plan:

… spätes Frühstück, Beine vertreten und die Bordvorräte wieder auf Sollbestand bringen …

Am Gästesteg in Sydkoster gab es nämlich kein Frischwasser. Auf den Kosterinseln ist Süßwasser ein wertvolles Gut. Die Inseln verfügen nur über begrenzte Grundwasservorkommen, die besonders in der Urlaubssaison stark beansprucht werden. Deshalb wird hier sparsam mit Wasser umgegangen …

Entlang der lebhaften Uferpromenade reihen sich Restaurants, kleine Geschäfte und bunte Holzhäuser aneinander. Im Sommer herrscht hier beinahe mediterranes Flair – zumindest auf schwedische Art. Fischerboote liegen neben modernen Yachten, Urlauber flanieren an der Hafenkante, und überall duftet es nach Meer und frisch zubereiteten Meeresfrüchten.

Das einstige Fischerdorf zählt heute zu den bekanntesten Küstenorten Bohusläns. Seinen Wohlstand verdankt Grebbestad vor allem dem Hummer- und Austernfang. Die berühmten “Grebbestad-Austern” gelten als besondere Delikatesse und werden bis heute in den kalten, nährstoffreichen Gewässern der Region gezüchtet.

Mal sehen, welche Geschichten Grebbestad für uns bereithält.