LANDSCHAFT – MEER – UND MEHR

– RÜCKBLICK gestern –

Der Sommer ist mal wieder abgetaucht, aber zum Wandern rund um Langør ist es ideal.

Nach dem gestrigen recht kühlen und kräftigen Windtag freuen wir uns heute über einen perfekten Sommertag.

Unsere Hamburger Seglerfreunde – Hilke und Peter, Martina und Ralf – sind heute Morgen weitergezogen in andere Häfen.

Zusammen haben wir so viele schöne Stunden und gesellige Abende verbracht … Endspiel geguckt, gegrillt, geschnackt, gelacht, diskutiert, geradelt … schön war’s!

Wieder zu zweit beradeln wir heute den Norden der Insel Samsø:

Ob nun Mårup oder Langør der schönste Hafen auf Samsø ist, ist schwer zu entscheiden.

Beide sind durch ihre abgeschiedene Lage sehr ruhige Häfen, mit einer Handvoll Häusern und Einwohnern und mindesten drei Handvoll Idylle – es herrscht auf jeden Fall eine besondere Atmosphäre in beiden Hafensiedlungen.

Während Langør in einem seichten Fjord liegt, gibt es westlich von Mårup eine Steilküste und einen großen Badestrand.

Weiter geht’s in das größte Dorf Samsøs auf dem Nordteil der Insel. Es heißt treffend Nordby (Norddorf) – ein Idyll aus Fachwerk und Reetdächern.

Gleich neben dem Dorfteich steht dieser eigenartige Glockenturm, der zum Gottesdienst läutet, obwohl weit und breit keine Kirche zu sehen ist. Der Grund, warum der Glockenturm dennoch hier steht, ist ein ganz pragmatischer: Die Glocken der über zwei Kilometer südwestlich des Ortes stehenden Kirche waren bei ungünstigen Windrichtungen leicht zu überhören. Also brachte die Kirche das Geläut zu ihren Schäfchen, so dass sich fortan niemand mehr damit herausreden konnte, die Glocken nicht gehört zu haben 😉.

Nach Nordby müssen wir kräftig in die Pedalen treten … es geht in die ‘Berge’!

Nordsamsø besitzt eines der mächtigsten Hügelgebiete in Dänemark.

Zuerst auf geteerten Straßen, dann steil nach oben auf unbefestigten Wegen zur Nordspitze Samsøs: “Issehoved”.

Ähnlich wie Skagens Gren im Norden Dänemarks ist die Nordspitze von Samsø geformt und unterliegt ebenso ständiger Veränderung durch Wind und Wellen, denn zwei Meeresströmungen treffen hier aufeinander.

Zurück geht’s durch diese riesige Heidelandschaft, ein Naturschutzgebiet.

Ob an dieser Stelle auch mal ein Wikinger gesessen ist, um den Sonnenuntergang zu genießen?