SCHAFSKÄLTE ADÉ

Durch hohen Luftdruck bei den Britischen Inseln in Kombination mit tiefem Luftdruck über Skandinavien gelangte die letzten zwei Wochen immer wieder kalte und nasse Luft zu uns.

Lang genug haben wir in Stege erfolgreich der Schafskälte getrotzt.

Und 7 Tage lang hatten wir die Qual der Wahl …

… zwischen Pest und Cholera …

entweder raus bei Sturm und Sonne oder bei Regen und Kälte.

So langsam reicht’s jetzt aber auch!

Und die Wetterprognose für die kommenden Wochen gibt uns kleine Hoffnungsschimmer.

Kaminholz, Schafwolldecken, Glühwein und Wärmflasche werden wieder verstaut – in die hinterste Ecke unserer Allure!


‘Kleines Bonbon’ der Kommune Vordingborg:

Jede 3. Nacht in einem der Häfen in der Region ist gratis und es gibt Waschmaschinen und Wäschetrockner zum kostenlosen Gebrauch.

Dieses verlockende Angebot haben wir natürlich mitgenommen😉.


Um 8:10 Uhr bei kuscheligen 17° legen wir in Stege ab … eine erneut anspruchsvolle Passage steht uns bevor.

Über die Stegebucht cruisen wir dicht an der Mini-Insel Nyord vorbei in den Bøgestrom.

Den Bøgestrom haben wir in so vielen Facetten erlebt, das gibt‘s ja gar nicht!

  • Das erste Mal 2018: Ein ‚Träumchen’ – türkisfarbenes klares Wasser, man konnte den Meeresgrund sehen, spiegelglatt und kein Windhauch
  • Das zweite Mal 2019 von Schweden kommend: Dichter Nebel … äußerst nervenzehrend, im schmalen Fahrwasser die unzähligen roten, grünen und Kardinals-Tonnen zu finden, die die vielen Flachstellen markieren … Gegenverkehr gab‘s ja auch noch
  • Und dieses Jahr wieder ganz anders

Links die komplette Route (22,7 sm) – rechts das Fahrwasser im Bøgestrom

Auch das vermeintlich weite offene Wasser der Faxe Bucht ist nicht ohne aufmerksames Navigieren zu passieren.

Im großen Bogen steuern wir den Præstø Fjord an. Ein dänischer Segelnachbar hat uns unser heutiges Ziel Præstø empfohlen und auch von der Engstelle am Eingang des Fjords geschwärmt: Kühe grasen unmittelbar neben dem Fahrwasser.

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Mehr Informationen

Der Hafen ist umgeben von Stadt und Wald und liegt idyllisch in einer zu einem großen See geöffneten Fjordlandschaft.

Früher war Præstø ein lebhafter Verkehrshafen an den großen Schiffsrouten von und nach Kopenhagen.

Sowohl das denkmalgeschützte Packhaus als auch das alte Zollhaus erinnern an vergangene Zeiten.

Die für Præstø typischen roten und gelben Häuser rahmen den Hafen ein, zahlreiche Lokale und Restaurants bringen Leben in den Hafen.

Im Stadtzentrum alte Gassen mit Fachwerkhäusern, Kaufmannshöfen und großen Packhäusern.

Wie schon der Name andeutet, lag die Stadt im Mittelalter auf einer vom Fjord und zwei Flussmündungen umgebenen Insel. Auch gab es ein Kloster, das jedoch abgerissen wurde. Über 40 000 Mauersteine brachte man nach Kopenhagen, wo sie beim Bau des Kopenhagener Schlosses wiederverwendet wurden.

Eine wirklich schöne Stadt im Südosten Seelands!