Der Captain und seine ungeahnten Fähigkeiten:
Wie ein Schlangenmensch kriecht, dreht und schlängelt sich mein Captain hinter die Backbordmaschine.
Das jedoch nicht ohne Not.
Jeder Skipper kennt die Situation. Im Gegensatz zum Auto (man setzt sich rein und fährt einfach los) gibt es immer was zu schrauben oder zu reparieren an Bord. Und nicht immer ist ein Mechaniker greifbar, der weiterhilft.
Also heißt das Zauberwort: DIY
Während der Überfahrt von Fehmarn nach Møn hat sich der Wassersensor in der Backbord-Bilge gemeldet. Da heißt‘s natürlich umgehend, auf Fehlersuche zu gehen. Fest stand recht schnell, es handelt sich um Seewasser, HILFE. Woher kommt das Wasser? Hat der Bootsrumpf ein Leck, sind es die neuen Bälge, die neue Impellerpumpe oder oder oder?
Mein DIY-Mechaniker hat zwei Fehlerquellen lokalisieren können: eine Schelle zur Seewasserpumpe hat sich gelöst und der Deckel des Kühlwasserbehälters backbords war nicht fest verschlossen.
Auf unserer nächsten Tour wird sich herausstellen, ob das Problem mit dem minimalen Wassereinbruch gelöst ist, denn im Hafen (ohne Last) ist alles dicht.
Technisch sind wir jedenfalls bestens gerüstet: mehrere Wassersensoren (akkustisch und optisch) im Bereich der Bilge, eine von außen zu bedienende Motorraumbeleuchtung sowie eine Maschinenraum-Kamera.






