Die Allure liegt sicher in der Dalbenbox. Jetzt ist logistische Intelligenz gefragt. Es gibt kaum einen cm² an Bord, der nicht mit irgend etwas belagert ist. Sowas liebe ich ja überhaupt nicht!
Also entwickle ich wie jedes Jahr neue Strategien, die unzähligen Dinge, die man nie, vielleicht oder auf jeden Fall braucht, in alle kleinsten Winkel des Bootes zu verstauen. Mal gespannt, ob wir bei Bedarf auch alles wiederfinden.
Es läuft gut! Langsam entwirrt sich das Chaos. Kurz vor Feierabend nur noch schnell das Badschränkchen neu sortieren …
HILFE ! ALARM!
WASSER spritzt wohl schon seit unserem Einkranen unbemerkt unter dem Waschtisch aus einem der Stahlflexschläuche. Natürlich bemerkt man sowas erst kurz bevor die Geschäfte vor Ort schließen! Materialbeschaffung erfolgt daher erst am Folgetag.
Nun kann mein Captain sein handwerkliches Spektrum im Bereich ‚Klempnern‘ beweisen (dank Fern-Support aus der Nachbarschaft, danke Werner!).
Und jetzt kommt die Akrobatik ins Spiel. Hätte mein Captain doch nur eifrig Yoga-Kurse besucht, es wäre sicher von Vorteil gewesen. Jeder Skipper kann sich in seine Lage versetzen. An Bord ist alles super mini, eng und verwinkelt. Sobald der Kopf und ein Arm in das Schränkchen verschwinden, ist kein Platz mehr für die zweite Hand, die arbeiten soll.
Mein Schatz wird zum Akrobat, wer hätte ihm das zugetraut? Geduld und Verzweiflung im Wechsel und siehe da: alles ist wieder dicht.
Fast alles!
Noch eine Baustelle unter unserer Achterkabine. Hatten wir letztes Jahr auch zu Beginn unserer Tour. Von irgendwo her läuft immer wieder ein wenig Wasser (kein Salzwasser – das ist schon mal gut) übers Gangbord ins backbordige Kielschwein. Die Trockenlegung beginnt und schon wieder ist ein Tag zu Ende, ohne dass wir einen Meter getourt sind. Auch schön!
Das stabile Wetter ist ja auch noch nicht eingetroffen, also alles halb so schlimm.


