Bei überraschend angenehmer Temperatur, 23 Grad und Sonne, legen wir in Brunsbüttel ab und machen uns gemütlich (max. 15 km/h über Grund) auf den 66 km langen Weg nach Rendsburg.


Wenig Ozeanriesen begegnen uns heute, dennoch ist unsere erste NOK-Passage nicht langweilig. Wir stellen uns die Frage, wie funktioniert das eigentlich mit den Weichen? Learning bei seeing: Die Begegnung der großen Schiffe wird vorausberechnet und geplant. Ab einer bestimmten Schiffsgröße müssen sich die Schiffe an sog. Weichen (es gibt 12 solcher Wartestellen) passieren und evtl. gegenseitig abpassen. Auf dem NOK gelten nämlich Regeln und es sind Besonderheiten zu beachten: Verkehrsregelung durch die Lichterführung an den Signalmasten (Ampeln) . Nur wenn drei rote Lichter übereinander blinken, ist ein Durchfahren der Weiche für uns untersagt – ansonsten sind sie für uns nicht relevant. Und trotzdem ist es ein mulmiges Gefühl, einen wartenden Containerriesen an solch einer Stelle zu überholen, in der Hoffnung, dass er nicht gerade wieder ablegt.😉



Die Mitte des NOK ist erreicht
Von den ursprünglich 23 Grad sind plötzlich nur noch 16 Grad übrig geblieben. Kein einziger Sonnenstrahl lässt sich mehr blicken, der Wind hat auf 5 Bft aufgedreht und wir sind froh, als wir im WSV-Enge, im fast kreisrunden Becken des Obereidersees, ein relativ windgeschütztes Plätzchen finden. Hier verbringen wir die nächsten 3 Tage und warten auf stabileres Wetter und Crew-Verstärkung.
Am nächsten Tag wird’s zwar noch windiger, aber dennoch ein bisschen freundlicher.
Rendsburger Schwebefähre

so idyllisch liegen wir im WSV Enge






