Unser geplantes Zeitfenster (für uns noch fahrbare Bedingungen) passt und wir verlassen den mittlerweile komplett leeren Hafen auf Endelave.

Der Captain hat als Navigator gute Vorarbeit geleistet, denn es gibt viele Flachs, Riffe, Steine und Lagunen, mit denen wir keinen Kontakt möchten. Im rauen Kattegat reiten wir unseren anspruchsvollen Kurs Meile für Meile auf der kurzen Ostseewelle ab bis nach Kerteminde.
Auf halber Strecke plötzlich ein hochfrequenter Alarmton unserer Steuerbordmaschine, HILFE! Einmal tief durchatmen, Volvos komplett ausschalten und vorsichtig erneut starten. Was anderes bleibt uns nicht übrig. Alles wieder gut, Gott sei Dank. Sie brummen wieder! Die Ursache könnte eine kurzzeitige Öldruckschwankung gewesen sein, als wir bei sehr unruhiger See in leichter Schräglage vom Wellenkamm ins Tal getaucht sind …
Genaues wissen wir nicht, unsere Volvos sind halt sehr feinfühlig und bemerken jede noch so kleine Unregelmäßigkeit.
Sobald wir die Landzunge ‚Fyns Hoved‘ auf Fünen angesteuert haben, geht es im Großen Belt mit Landabdeckung im Westen etwas ruhiger weiter bis zur Kerteminder Bucht. Komisch: das Anlegebier in Kerteminde schmeckt heute besonders gut!






