ZWEI CREWS – EIN ZIEL

RAUS AUS DER BREITSEITE

Auf dem Kattegat rund um Anholt herrschen derzeit anspruchsvolle Bedingungen: Der Wind steht steif aus Nord, die See ist entsprechend aufgewühlt mit kurzer, steiler Windsee von bis zu 1,8 Metern.

Die „Kalte Sophie“ zeigt derzeit, was sie kann: Neben frischen Temperaturen und Sonnenschein pur beschert sie uns anhaltenden, kräftigen Nordwind. Für unsere Boote bedeutet das: Druck von der Breitseite – alles andere als komfortabel und auf Dauer auch nicht gesund für Material oder Crew.

Also stand heute ein klassisches Starkwind-Manöver auf dem Programm: Verholen unserer beider Boote auf die andere Seite des Schwimmstegs – mit Drehung – Bug in den Wind.

Nach ausführlicher Manöverbesprechung ging’s los: Mit dem Dinghi wurde eine neue Sicherungsheckleine verlegt. Anschließend lang ausgelegte Vorleinen zum kontrollierten Ablegen, dann vorsichtiges Verholen unter Maschine. Dazu ein bisschen Körpereinsatz auf dem Steg, und schließlich lagen beide Schiffe sicher vertäut – nun mit dem Bug in Windrichtung.

Und nun ist unsere Allure dran:

Die neue Position bringt deutlich mehr Ruhe ins Schiff, reduziert die Belastung auf Material und Fender und erleichtert Bordleben und Bordnächte erheblich. Der Nordwind (6-7 bft) bleibt uns laut Vorhersage noch einige Tage erhalten – Grund genug, den Aufenthalt im geschützten Hafen zu verlängern und die Insel weiter per Pedes zu erkunden.

Fazit: Manöver gelungen, Schiffe sicher, Crew zufrieden. Der Wind kann ruhig noch eine Schippe drauflegen – wir liegen wie die Profis.

Abends verkriechen wir uns unter Deck – Temperatur geht auf unter 10°C zurück – und unser „Schweizer Würfel“ arbeitet am Anschlag.