STEVNS KLINT HAUTNAH

Heute genießen wir erneut die spektakuläre Steilküste Stevns Klint, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Erstaunlicherweise begegnen uns unterwegs nur wenige Wanderer, dabei zählt die Steilküste zu den schönsten Naturlandschaften Dänemarks!

Umso mehr genießen wir die Ruhe.

Hinter jeder Kurve wartet der nächste Logenplatz ganz dicht an der Abbruchkante.

Relikte aus vergangenen Zeiten.


Die alten Kalköfen erinnern daran, dass der Kreidekalk der Stevns Klint über viele Jahrzehnte ein wichtiger Rohstoff war.
Hier wurde der Kalk gebrannt und anschließend als Baustoff oder in der Landwirtschaft genutzt

Mal schweift der Blick über die schneeweißen Kreidefelsen, die in der Sonne leuchten, mal über das türkisblau schimmernde Meer, dann wieder über bunt blühende Wiesen und goldgelbe Getreidefelder – ein abwechslungsreiches Panorama, das die Tour entlang der Stevns Klint zu einem besonderen Naturerlebnis macht.

Zwischen den strahlend weißen Kreidefelsen ziehen sich immer wieder dunkle Streifen durch die Steilküste. Der bekannteste davon ist die nur wenige Zentimeter dicke Fischtonschicht – sie entstand vor 66 Millionen Jahren und markiert den Einschlag des Asteroiden, der das Zeitalter der Dinosaurier beendete.

Kontrast: Oben Naturidylle und Kreidefelsen, darunter eine nahezu vollständig erhaltene Festung aus der Zeit des Kalten Krieges.

Die romanische Kirche wurde um 1250 aus Kalkstein errichtet und stand ursprünglich in sicherem Abstand zur Steilküste. Doch über die Jahrhunderte fraß sich die Ostsee immer weiter in die Kreidefelsen hinein.

Der dramatische Höhepunkt kam 1928: Nach einem Klippenabbruch stürzte der gesamte Chor der Kirche ins Meer. Seitdem endet das Gotteshaus abrupt an der Abbruchkante. Wo einst der Altar stand, befindet sich heute ein Balkon mit einem beeindruckenden Blick über die Ostsee und die Kreidefelsen.

Immer wieder legen wir eine kleine Pause ein … die Aussicht ist einfach zu schön ist, um daran vorbeizugehen.