Den halben Tag verbringen wir heute wetterbedingt an Bord – draußen schüttet es wie aus Eimern. Doch dann wird hier im Norden wieder einmal der Schalter umgelegt: Die Wolken reißen auf, die Sonne kommt heraus, und plötzlich sieht die Welt wieder freundlich und einladend aus. Soooo schnell kann sich das Wetter in den schwedischen Schären ändern.



Aus einer kleinen Ansiedlung von Fischern entwickelte sich Fjällbacka ab dem 17. Jahrhundert zu einer lebendigen Fischergemeinde. Damals standen hier gerade einmal rund 20 Häuser.



Seinen Namen verdankt der Ort dem markanten, 76 Meter hohen Felsen Vetteberget, der sich direkt hinter dem Ort erhebt. In ihm befindet sich die berühmte, etwa 200 Meter lange Königsschlucht (Kungsklyftan), eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Bohusläns.


Vor vier Wochen bestaunten wir die gewaltige Königsschlucht bereits auf unserem Weg nach Norden. Damals beeindruckten uns die riesigen Felswände und die gewaltigen Felsbrocken, die hoch oben zwischen den Felswänden eingeklemmt liegen.

Sonnenvergoldeter Vetteberget …
unser Blick vom Achterdeck





Jeden Tag das gleiche Schauspiel in Fjällbacka: Schon auf unserer Hintour fällt uns auf, dass mehrmals täglich Reisebusse mit Chinesen in den Ort rollen. Kurz darauf strömen die Besucher mit Handy oder Kamera bewaffnet zum Hafen. Auf den Stegen! wird fotografiert, posiert und der perfekte Schnappschuss gesucht mit uns im Hintergrund 🫣.
Für uns an Bord fast schon eine eigene Attraktion – Hafenkino live, mehrmals täglich und bei jedem Wetter!

Heute Nacht erleben wir die erste wirklich stürmische Nacht unserer Tour. Der Wind pfeift immer stärker durch den Hafen, die Leinen arbeiten und unser Boot schaukelt ganz gewaltig. Draußen tobt das Wetter, während wir uns hier gut aufgehoben fühlen und froh sind, rechtzeitig den Hafen gewechselt zu haben.