VON DER METROPOLE AUF DIE INSEL

Mit dem Ablegen in Oslo beginnt langsam auch schon unser Rückweg Richtung Süden. Verrückt eigentlich, denn gefühlt sind wir gerade erst losgefahren 🤔. Es beginnt eine neuer Abschnitt voller weiterer kleiner Abenteuer.

Wir haben keinen festen Plan, keinen Termindruck und keine endlosen Tagesetappen vor uns. Stattdessen heißt es jetzt: Step by Step weiterziehen. Mal nur ein paar Meilen, vielleicht mal etwas mehr – immer abhängig von Wetter, Lust und den Orten, die uns unterwegs noch anlachen.

Leider ohne unsere Seglerfreunde. Der Abschied fällt nicht ganz leicht, denn in den vergangenen Tagen wurde viel gelacht und erzählt. Aber so ist das auf See: Wege trennen sich manchmal schnell, kreuzen sich jedoch oft genauso überraschend wieder. Mal schauen, wo wir uns wiedersehen.

Für uns geht es heute heraus aus der Metropole Oslo und zurück in die Ruhe des Oslofjords. Schon kurz hinter der Stadt wird alles entspannter. Weniger Verkehr auf dem Wasser, mehr Natur, mehr Weite. Genau das lieben wir hier oben so sehr.

Schon bei der Einfahrt am Insel-Zielhafen Oscarsborg wird klar: Der Hafen ist pickepackevoll. Wirklich jeder Steg belegt, überall Boote, Fender an Fender und auf den ersten Blick kein einziger freier Platz mehr.

Tja … so ist das wohl mit Geheimtipps an Feiertagen wie Pfingsten. Offenbar hatten nicht nur wir die Idee, den kleinen Inselhafen Oscarsborg anzulaufen.

Also erstmal langsam durchs Hafenbecken cruisen, Lage checken, hoffen, irgendwo noch eine Lücke zu entdecken.

Für einen kurzen Moment dachten wir schon: Das wird heute nichts mehr mit dem idyllischen Inselhafen. Aber wie so oft auf solchen Touren gilt auch hier: Irgendwas ergibt sich am Ende immer.

Überall saßen die Norweger entspannt in ihren Cockpits, die Sonne im Gesicht – bis uns jemand zuruft, dass wir uns in die Lücke quetschen sollen … eine Heckboje ist tatsächlich noch frei!

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Mehr Informationen
Leinen los in Oslo 📹
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Oscarsborg Festning ist weit mehr als ein idyllischer Geheimtipp mitten im Oslofjord, sondern auch eine alte berühmte Festung!

Hier wurde am 9. April 1940 der deutsche Kreuzer „Blücher“ versenkt – ein Ereignis, das Norwegens Geschichte entscheidend geprägt hat. Durch die Verzögerung konnten König, Regierung und Goldreserven aus Oslo entkommen. Noch heute stehen die gewaltigen Krupp-Kanonen dort, wo sie damals feuerten.

Nordre Kaholmen

Historisches Dienst- und Wohngebäude
des militärischen Kommandanten
der Festung Oscarsborg

Søndre Kaholmen

Nach dem Spaziergang über die beiden Inseln hat sich der Hafen total gelichtet 😲.

Die vollen Stege vom langen Pfingst-Wochenende sind wie leergefegt, die meisten Boote längst zurück in ihren Heimathäfen und es herrscht wieder angenehme Vorsaison-Ruhe.